Als Antwort auf die Frage «Handschuh-Allergie: Was tun?» kann man verschiedene präventive Risiko-Minimierungs-Massnahmen ergreifen.

Hat man bereits eine allergische Reaktion wegen eines Handschuhs, sollte man den Vorgesetzten bzw. den Betriebsarzt informieren, bei länger andauernden Symptomen einen Arzt aufsuchen und im Notfall einen Krankenwagen rufen.

Im folgenden Beitrag gehen wir auf die verschiedenen präventiven Risiko-Minimierungs-Massnahmen ein, wobei die jeweilige Massnahme von der Art der Reaktion in Bezug auf den Handschuh abhängt.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:
  • Im Zusammenhang mit Einweghandschuhen für den Reinraum kann es je nach Material zu verschiedenen Reaktionen kommen, und zwar zur nicht-allergischen, irritativen Kontaktdermatitis, zur allergischen Kontaktdermatitis oder zur Naturlatex-Allergie.
  • Man sollte abklären, ob die Reaktion wirklich auf die Handschuhe zurückgeht oder auf einen Stoff etwa aus einem verwendeten Reinigungsmittel.
  • Bei der Frage «Handschuh-Allergie: Was tun?» gibt es verschiedene präventive Risiko-Minimierungs-Massnahmen, je nachdem, um welche Art von Reaktion es sich handelt.
  • Zeigen sich Zeichen einer allergischen oder nicht-allergischen Reaktion, sollte man seinen Vorgesetzten informieren bzw. den Betriebsarzt. Ausserdem sollte man einen Allergologen bzw. Dermatologen konsultieren, wenn die Symptome länger anhalten.
  • Im Falle von allergischen Reaktionen sollte man im Notfall einen Krankenwagen rufen.

Inhaltsverzeichnis

Welche Handschuh-Allergien gibt es?

Bei den Handschuh-Allergien unterscheidet man die allergische Kontaktdermatitis und die Naturlatex-Allergie (auch Protein-Allergie genannt). Zusätzlich wird in diesem Kontext in der Regel auch noch die nicht-allergische, irritative Kontaktdermatitis genannt, bei der es sich aber streng genommen nicht um eine allergische Reaktion handelt.

Nicht-allergische, irritative Kontaktdermatitis

Die nicht-allergische, irritative Kontaktdermatitis – auch Hautreizung genannt – kann durch unterschiedliche Ursachen hervorgerufen werden, etwa durch Stoffe in den Handschuhen wie Chemikalien, Puder oder Endotoxine, aber auch durch zu starke Reibung.

Zu den Symptomen gehören unter anderem Juckreiz, Rötung, Entzündung, schuppiges Aussehen, Brennen und Hautverdickung.

Bei der Abklärung, ob wirklich die Handschuhe an der nicht-allergischen, irritativen Kontaktdermatitis schuld sind, sollte man aber unbedingt andere mögliche Ursachen wie die im Zusammenhang mit dem Tragen der Handschuhe verwendeten Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Alkohole oder ähnlichen Stoffe ausschliessen.

Allergische Kontaktdermatitis

Bei der allergischen Kontaktdermatitis können ebenfalls Stoffe in den Handschuhen selbst die Ursache sein, wie etwa Vulkanisationsbeschleuniger, Prozessbeschleuniger, Weichmacher, Konservierungsmittel, Stabilisatoren, Antioxidantien, Biozide, Latex oder andere Stoffe.

Zu den Symptomen zählen unter anderem Juckreiz, fleckige Hautrötung, Trockenheit, schuppige Haut, Hautablösung, Pickel, Schwellungen und Bläschen.

Die allergische Kontaktdermatitis gehört zu den Typ-IV-Allergien.

Naturlatex-Allergie

Und dann gibt es bei den Handschuh-Allergien noch die Naturlatex-Allergie (Protein-Allergie genannt).

Als Symptome können sich unter anderem folgende zeigen: Jucken, Nesselsucht, Nesselfieber, asthmamässige Symptome, Verkrampfung der Atemwege, extreme Atmungsschwierigkeiten, Heuschnupfensymptome, Brechreiz, Durchfall, Bauchkrämpfe, Quincke-Ödem, Kribbeln der Haut, Entzündung der Nasenschleimhaut, Bindehautentzündung, Aufschwellen von Hautoberfläche und Kehlkopf, Gewebewassersucht, schweres Herzrasen, Aufhören von Herzschlag und Atmung, Schwindelanfälle, niedriger Blutdruck und Anaphylaxie (allergischer Schock).

Die Naturlatex-Allergie gehört zu den Typ-I-Allergien.

Vertiefende Hinweise zum Thema Handschuh-Allergie können Sie im folgenden Beitrag lesen: «Handschuh-Allergie – Symptome und Alternativen zu Latexhandschuhen».

Massnahmen gegen Handschuh-Allergien

Nun kommen wir zu den Antworten auf die Frage «Handschuh-Allergie: Was tun?». Um das Risiko von Handschuh-Allergien bzw. vergleichbarer Reaktionen zu reduzieren, kann man verschiedene Massnahmen ergreifen. Die jeweiligen Massnahmen hängen davon ab, ob es sich um eine nicht-allergische, irritative Kontaktdermatitis, um eine allergische Kontaktdermatitis oder um eine Naturlatex-Allergie handelt.

Risiko-Minimierung bei nicht-allergischer, irritativer Kontaktdermatitis

Zur Reduzierung des Risikos einer nicht-allergischen, irritativen Kontaktdermatitis sollte man folgende Massnahmen ergreifen:

  • Man sollte nur Handschuhe verwenden, die geringe oder keine Rückstände von Chemikalien und Endotoxinen enthalten.
  • Ausserdem sollte man puderfreie Handschuhe verwenden.
  • Es wird auch empfohlen, etwas grössere Handschuhe zu tragen, als man eigentlich benötigt. Dadurch kann die Haut besser atmen.
  • Und man sollte im Umgang mit Infektionserregern vorsichtig sein.
  • Sollten sich Zeichen einer nicht-allergischen, irritativen Kontaktdermatitis zeigen, sollte man seinen Vorgesetzten informieren bzw. den Betriebsarzt. Ausserdem sollte man einen Dermatologen konsultieren, wenn die Symptome länger anhalten.

Risiko-Minimierung bei allergischer Kontaktdermatitis

Zur Reduzierung des Risikos einer allergischen Kontaktdermatitis sollte man folgende Massnahmen ergreifen:

  • Man sollte nur Handschuhe verwenden, die geringe oder keine Rückstände von Vulkanisationsbeschleunigern, Prozessbeschleunigern, Weichmachern, Konservierungsmitteln, Stabilisatoren, Antioxidantien, Bioziden, Latex oder anderen allergenen Stoffen enthalten.
  • Ausserdem sollte man puderfreie Handschuhe verwenden.
  • Es wird auch empfohlen, Unterziehhandschuhe aus Baumwolle oder Nylon zu tragen. Man sollte jedoch darauf achten, die Unterziehhandschuhe immer dann zu wechseln, wenn man auch die Einweghandschuhe wechselt.
  • Sollten sich Zeichen einer allergischen Kontaktdermatitis zeigen, sollte man seinen Vorgesetzten informieren bzw. den Betriebsarzt. Im Notfall sollte man einen Krankenwagen rufen. Ausserdem sollte man einen Dermatologen konsultieren, wenn die Symptome länger anhalten.
  • Kann man den Stoff identifizieren, der für die allergische Reaktion verantwortlich ist, sollte man bei der Auswahl der Handschuhe unbedingt darauf achten, dass dieser Stoff nicht im Handschuh enthalten ist.

Als Unterziehhandschuhe aus Nylon kann man aus dem Sortiment von abovo zum Beispiel folgende Handschuhe verwenden:

Risiko-Minimierung bei Naturlatex-Allergie

Zur Reduzierung des Risikos einer Naturlatex-Allergie sollte man folgende Massnahmen ergreifen:

  • Um das Risiko einer Naturlatex-Allergie zu reduzieren, sollte man statt Latex-Handschuhen ungepuderte Nitrilhandschuhe verwenden.
  • Sollte man Latex-Handschuhe verwenden und sich Zeichen einer allergischen Kontaktdermatitis zeigen, sollte man seinen Vorgesetzten informieren bzw. den Betriebsarzt. Im Notfall sollte man einen Krankenwagen rufen. Ausserdem sollte man einen Allergologen konsultieren, wenn die Symptome länger anhalten.
  • Im Falle einer Naturlatex-Allergie sollte man natürlich nicht nur Latex-Handschuhe meiden, sondern auch alle anderen Produkte aus Latex.
  • Da es bei einer Naturlatex-Allergie häufig zu sogenannten Kreuzreaktionen mit bestimmten Lebensmitteln kommt, auf die der Körper dann ebenfalls allergisch reagiert, sollte man auch diese Lebensmittel meiden.

Als Ersatz für Latexhandschuhe können Sie zum Beispiel die folgenden Nitrilhandschuhe aus dem abovo-Sortiment verwenden:

Beratung zur Frage «Handschuh-Allergie: Was tun?»

Die abovo AG ist ein Reinraum-Fachgrosshändler mit langjähriger Erfahrung. Gerne beraten wir Sie zur Frage «Handschuh-Allergie: Was tun?». Wir können Ihnen Tipps geben, wie Sie allergische Reaktionen im Zusammenhang mit Reinraum-Handschuhen so gut wie möglich vermeiden. Ausserdem können wir Sie bei der Auswahl von Reinraum-Handschuhen unterstützen.

Am einfachsten kontaktieren Sie unsere Reinraum-Handschuh-Experten bei abovo telefonisch oder per E-Mail:

Im Falle der Kontaktaufnahme per E-Mail beantworten wir Ihnen diese so schnell wie möglich.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zum Thema «Handschuh-Allergie»